Mein Windows schlug mir heute mal wieder ein ach so wichtige Update vor.
Name:
Windows Genuine Advantage Notification. Ich kann mir nicht helfen, es klingt aber nicht nach Behebung von Sicherheitslücken, sondern eher nach Nutzerüberwachung.
Bei näherem
Studium erfährt man wozu das Ding unter anderem gut ist:
Mithilfe der Microsoft Genuine Advantage-Programme wie Windows Genuine Advantage können Sie feststellen, ob es sich bei Ihrer Windows-Version um Originalsoftware handelt. (Dazu brauch ich die Software nicht....)
Man erfährt natürlich noch mehr über Produktpiraterie, die schwer geschädigten Softwarehersteller, Arbeitsplätze, Wettbewerb und natürlich die (Un)Sicherheit.
Als letztes wird erwähnt, dass das neue Tool zum
Schutz des Windows-Ökosystems beiträgt.
Als Ökosystem definiert
Wikipedia: Gesamtheit eines Systems von Lebenwesen und unbelebter Umwelt
Umweltbundesamt: Abgrenzbare funktionelle Einheiten, die als Wirkungsgefüge aus verschiedenen Organismenarten und unbelebten Bestandteilen aus deren Umwelt aufzufassen sind. Die Organismen stehen untereinander und mit den unbelebten Bedingungen des Lebensraums durch allseitige Wechselwirkungen in enger Beziehung, so dass ein übergeordnetes Ganzes entsteht.
Ich analysiere:
Lebewesen: Bakterien (Tastatur), DAU (davor), Viren (Festplatte)
Unbelebte Umwelt: Hardware, Strom, Sonnenaktivität (-->BOH)
Allseitige Wechselbeziehung: Ich surfe, also bin ich. Arbeitsspeicher <----> Ungeduld
Übergeordnetes Ganzes: Microsoft-Monopol
nullnullschneider - 25. Sep, 00:19
Da ich nun bald das cand. vor dem Ing. streichen darf, bleibt mir hoffenltich auch wieder Zeit dieses Forum nicht dem digitalem Vergessen zu überlassen. Also, auf in die neue Runde....
nullnullschneider - 25. Sep, 00:12
Morgen wählt Dresden den Oberbürgermeister. Die Wahlkampfschlacht tobt. Meine
charmante Lieblingskandidatin von der orange-konservativen Volkspartei hatte deswegen heute der SZ noch eine ganze eigenen Beilage beilegen lassen, welche mit unabhängigen redaktionell aufgearbeiteten Artikeln bestückt ist.
Unter anderem findest sich auf Seite 5 "Konkrete Pläne von A-Z", also 26 Ziele in Kurzform.
Unter anderem:
D - Dresdner Schule instand setzten.
F - Fanprojekte fördern.
N - Neubürger mit jährlichem Fest begrüßen
O - Open-Air-Kino und Public Viewing ermöglichen
und....
Y - You speak English? We too! Dresden bleibt eine weltoffene Stadt
A-propos Kino und Public Viewing: Übrigens ist es auch jene Kandidatin, welche auf einem ihrer Ich-mal-mit-dem-Orange-Stift-Wahlplakte die Konturen der Filmnächte nachzeichnet, bei der Podiumsdiskussion des ADFC-Dresden (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) auf die Frage nach Lösungen zur sommernächtlichen Radwegsperrung an der Elbe gefragt hatte: "Welche Veranstaltung? Filmnächte?"
nullnullschneider - 7. Jun, 12:59
Korrekterweise möchte ich noch darauf hinweisen, dass dyn/cm^2 ZEHN Gigapascal sind, und nicht wie von mir cand. Dipl.-Ing. nur ein Gigapascal.
Aber dafür hat man Physikerfreunde, die sofort darauf aufmerksam werden und in großer Zahl auf den Fehler hinweisen. Danke :)
nullnullschneider - 7. Jun, 12:56
Ich bin heute in einem etwas betagtem Fachtext über die Einheit "10e11*dynes/cm^2" für eine elastische Konstante gestolpert. Da sowas natürlich in einer Diplomarbeit nicht durchgeht, hab ich mich ans Recherchieren und Umrechnen gemacht.
Nichteinmal mein Superkonverter (www.convertworld) kannte das.
Nach zehn Minunten Kürzen und Erweitern hatte ich es dann raus: "ein Gigapascal" :-/
nullnullschneider - 27. Mai, 00:56
Hier eine Kurzmeldung aus der SZ, Ausgabe Pirna.
Ein aufmerksamer Anwohner beobachtete, wie in der Nacht zum Sonnabend drei Personen mit einem Werkzeugkoffer in Richtung des Mittelndorfer Freibades liefen. Als die herbeigerufene Polizei eintraf, waren die Personen wieder verschwunden. Laut Polizei waren sie tatsächlich ins Freibad eingebrochen, hatten Türen und Fenster aufgehebelt, Elektrokabel gestohlen, Dachrinnen abmontiert.
Was macht euch stutzig?
a) Ein Anwohner ist aufmerksam. (Offenbar waren die Einbrecher nicht rechtsradikal...)
b) Samstag abend lief doch "Deutschland sucht den Superstar"... wieso waren die drei nicht zu Hause?
c) Mein Gott wie sich die Zeiten ändern. Früher hat man Mercedes, Geld und Schmuck geklaut.
oder d) vielleicht doch etwas anderes?
Übrigens, vergangenen Freitag hatte ich dann am Telefon Erfolg. Sofort abgenommen und sofort Bescheid gewusst. Und wer es wissen möchte: Vereinsregisteränderungen sind nur notariell beglaubigt zulässig.
nullnullschneider - 14. Apr, 16:22
Am Anfang stand eine Frage: Benötigt man für die Eintragung ins Vereinsregister in Dresden zwingend eine notarielle Beglaubigung (kostet Geld) oder darf es auch eine kirchliche Beglaubigung (kostet kein Geld) sein?
Wen fragt man da wohl besser als die Leute, die im Vereinsregister arbeiten.
Wer Lust seine Recherchefähigkeiten zu testen kann, kann sich gerne an dieser Stelle mal ausprobieren und schauen wie lange er benötigt, um Zuständigkeit, Ort und eine Telefonnummer rauszufinden, an die man sich wenden kann. (Zusatzpunkt: Öffnungszeiten).
Wer unter 10 Minunten bleibt ist gut....
Als ich endlich eine Nummer hatte, nämlich die von der Zentrale, rief ich an. Donnerstag 14:50 Uhr. Keiner ging ran. Drei Versuche später, 15:10 Uhr dann Erfolg. Man nannte mir zwei Nummern und verband mich gleich weiter. Wie höflich.
Nach Warten dann die Auskunft Hier geht gerade keiner ran, ich versuch den anderen Apparat. Nochmal eine Minute warten. Hier geht auch keiner ran.. naja, die Kollegen haben halb vier auch Feierabend.
Gut, meinte ich, versuche ich es morgen. Wann wäre denn offen, will ich wissen.
Halb neun bis um zwölf.
Unterbeachtung vom Frühstück müsste ich dann wohl zwischen zehn und halb zwölf anrufen. ...
nullnullschneider - 10. Apr, 15:26
Wenn ihr in Dresden mit den Öffentlichen unterwegs seid, habt ihr sicherlich schon einmal, vielleicht eher unbewusst, die Werbung fürs Handyticket wahrgenommen, die besonders an den Haltestellen immer mit den Fahrplänen zusammen hängt.
Ist ganz neu und ganz toll und natürlich ganz einfach. Man muss sich nur registrieren, dann die Software dazu auf sein Handy laden, die Software aktuell halten, sein Handy immer dabei haben, und geladen natürlich und man muss ab besten noch seine Kreditkartendaten bei der DVB hinterlegt haben.
Und schon kann man zzgl. der Telefonkosten sein Ticket aufs Handy laden, ohne erst zu einem schrecklich kompliziertem Ticketautomaten oder unfreundlichen Fahrer zu gehen.
Weil diese Technologie so erfolgreich ist, gibt es deutschlandweit auch schon 10.000 angemeldete Nutzer.
Nungut, ich bin eher der konservativen Meinung, dass man mit dem Handy telefoniert, aber ich hatte mit 12 ja auch noch kein Handy. Zu dieser neuen Technik hat meine Generation deswegen auch überhaupt keinen Bezug mehr...
Eigentlich wollte ich aber darauf hinaus:
In der DVB Werbung steckt doch tatsächlich jemand sein Klapphandy in einen Knippsautomaten. Ich frage mich wie viele Leute in Dresden schon herausgefunden haben, dass der Schlitz dazu zu schmal ist.
Abgesehen davon, dass ich diese Werbung doof finde, wäre sie in den USA überhautp nicht möglich. Auf dem Banner wäre nämlich kaum noch Platz für das Bild, da 3/4 der Fläche mit Haftungsausschlüssen und Warnhinweisen bedeckt wäre.
Dieses Foto stellt einen Zusammenhang symbolisch dar. Es ist nicht als Aufforderung zu verstehen, ein Handy in einen Entwerteautomaten zu stecken. Handy können Schaden nehmen, wenn sie in den Entwerteautomaten eingeführt werden. Stecken sie ihr Handy NICHT in den Entwerteautomaten. Sollten sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, kann die DVB für unmittelbare Schäden am Geräte sowie daraus resultierenden Folgeschäden nicht haftbar gemacht werden. Entstehen Schäden am Entwerteautomaten, werden sie in voller Höhe zur Veranwortung gezogen. Muss ein Straßenbahnzug aufgrund eines defekten Entwerteautomatens stillgelegt werden, entstehen Ausfallkosten von 1000 EUR/h zu Ihren Lasten. Zur Identifizierung von Schäden verursachenden Handyindenschlitzschiebern, wird diese Bahn kameraüberwacht. Die aufgezeichneten Bilder werden bis zu 2 Jahren gespeichert und von externen Detekteien ausgewertet. Es werden auch ohne Verdachtsmoment Daten zu Übungs- und Ausbildungszwecken ausgewertet und Regierungsbehörden zur Terrorismusbekämpfung bereitgestellt. Aufgezeichnete Bewegungsmuster und Verhaltenmuster von Fahrgästen dürfen ohne weitere Zustimmung an Marketingfirmen verkauft werden. Fotografische Aufzeichnungen von Fahrgästen dürfen auch ohne weitere Zustimmung für interne und externe Werbung der DVB verwendet werden. Mit dem Annäherung an eine Haltestelle auf 50 Meter Umkreis erklären sie sich stillschweigend mit diesen Regeln einverstanden. Fragen zu Datenschutzbedenken können sie Montags und Freitags von 8-10 Uhr vormittags unter Angabe vom Kreditkartennummer und Rückrufnummer unter der Nummer 0900 19372937 auf den Anrufbeantworter sprechen.
nullnullschneider - 6. Apr, 14:24
DIe USA und Deutschland haben etwa gemeinsam, nämlich etwas Unrationales als Freiheit zu bezeichnen.
Die Amerikaner dürfen sich im Baumarkt ne Flinte kaufen und damit durch die Stadt marschieren. Der Fakt, dass die Waffenhäufigkeit und Verfügbarkeit mit der Mordrate irgendwie zu tun haben könnte, wird gekonnt ignoriert. In einigen Großstädten (Wichita, Kansas 500.000 EW) wird jede Woche jemand zusammengeschossen. Immerhin hat man aber die Freiheit eine Waffe mit sich mitzuführen und sich zu verteidigen. Da fühlt man sich gleich viel sicherer, oder?
Jedenfalls schüttelt man da als Europäer den Kopf.
Wir Deutschen betrachten es als Grundrecht auf unserern Superautobahnen so schnell fahren zu dürfen, wie wir können. Dabei gibt es tausend gute Gründe, wenn das nicht so wäre.
Dass das gar nicht so schlimm ist und vielleicht genau so auch sinnvoll ist, zeigen uns schließlich die restlichen Länder auf dieser Erde.
Andererseits ist das mit der Freiheit so eine Sache. Auf ner kürzlichen Autobahnfahrt über Ostern nach Thürigen, überwiegend über nagelneue, 3-spurige Autobahnen, fiel mir auf, dass viele überhaupt nicht schnell fahren. Selbst mit 130 hat man regelmäßig überholt, und nur selten mal saust jemand man links vorbei. Wieso?
Verzwickte Sache mit der Freiheit. In der DDR dufte man nicht schnell, und die Pappe hat ja auch nicht mehr gebracht. Als man dann durfte, hoppelte man von Betonplatte zu Betonplatte. Jetzt haben wir alles: Wir dürfen, haben schnelle Autos und die besten Autobahnen weit und breit. Und was ist? Freiwillig 130. Ob es wohl an den Benzinpreisen liegt?
nullnullschneider - 2. Apr, 22:32
Nach meinem Skiurlaub Anfang März in Österrreich hatte ich nicht damit gerechnet noch einmal meine Langläufer vom Boden zu holen.
Diese hatte ich mir letztes Jahr gekauft, worauf ich sie an exakt einem der vier Schneetage im Erzgebirge gefahren bin.
Dieses Jahr wurde der Winter dort ja wieder ausgelassen, da bin ich froh, dass in Michigan richtig knackiger Winter war.
Und nun kams doch ganz anders. Der österliche Schnee reichte aus, in Altenberg, Rehefeld und Holzhau öffneten die Pisten und boten jeden Tag Nachtski an, um jede Stunde auszureizen.
Als brach ich auch vergangenen Donnerstag mit Begleitung ins Erzgebirge auf. In Dresden erntete ich am morgen sehr schräge Blicke, als ich mit Sportbekleidung und Langläufern über der Schulter in den Bus stieg. Auch in der S-Bahn stieß man anfangs noch auf Unverständnis, das sich schnell lichtete, als dann spätestens in Heidenau eine große Traube Wintersportler in den Zug nach Altenberg umstiegen.
Der Zug war so voll, dass wir in der ersten Klasse gesessen haben :-) Die anderen nicht so unverfrorenen Mitfahrer standen dicht gedrängt in den Gängen.
In Altenberg suchten wir dann den Skiladen im Ort auf, bei dem wir Langläufer für meine Begleitung ausleihen wollten: Fehlanzeige. Das Wintersortiement sei schon im Februar zugunsten der Fahrradsaison umgeräumt worden und in der letzten Ecke vom Lager, also unerreichbar weit weg. Und jetzt kommt doch noch der Schnee..... Paradox!
Wir wurden dann unten am Lift noch fündig und rutschten einen Tag durchs Gebirge. Allerdings wissen wir jetzt wie eine Loipe aussieht, wenn im Wintersportbericht anstelle von guten Bedingungen einfach nur möglich steht.
Man muss zugeben, es war tatsächlich ja auch nicht unmöglich zu fahren, nur musste man eben seine Ski gelegentlich mal auf der Schulter um die Pfützen herumtragen....
nullnullschneider - 30. Mrz, 14:22